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Anleger sollten auf Einlagensicherung achten

23.05.2011,

Nachdem die Finanzmarktkrise in Deutschland weitgehend überwunden scheint, ziehen auch die Zinsen im Tages- und Festgeldgeschäft wieder an und locken Kunden. Doch Anleger sollten die Erfahrungen aus der Krise nicht allzu schnell über Bord werfen. Denn auch bei einer neuen Krise könnten im Falle von Bankenpleiten Verluste des Ersparten drohen, wie 2008 für ausländische Kunden der isländischen Banken Kauphting und Icesave.

Anleger sollten daher auf die jeweilige Höhe der Einlagensicherung achten. Bei deutschen Banken ist in der Regel eine sehr hohe Absicherung vorhanden, da zusätzlich zur gesetzlichen Sicherung in Höhe von 100.000 Euro freiwillige Sicherungssysteme existieren. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken sichert beispielsweise die Einlagen einzelner Kunden mit bis zu 30% des Eigenkapitals der jeweiligen Bank ab. Hat eine hypothetische Bank also ein Eigenkapital von 100 Millionen Euro, so sind die Einlagen jedes einzelnen Kunden mit bis zu 30 Millionen Euro abgesichert, insofern ausreichend Mittel im Fonds vorhanden sind. Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken verfügen über ähnlich sichere Systeme zur Einlagensicherung.

Banken mit Sitz im Ausland kommen da mit wesentlich geringerem Ausfallschutz daher. So bieten derzeit z.B. die Bank of Scotland, die Credit Europe Bank oder die NIBC Bank Tages- und Festgeldkonten in Deutschland an, verfügen aber lediglich über die gesetzlichen Einlagensicherungen ihrer jeweiligen Heimatländer, Großbritannien und Niederlande. So galt im Vereinigten Königreich bis 31.12.2010 lediglich ein Schutz von bis zu 50.000 Pfund (derzeit ca. 57.700 Euro), in den Niederlanden waren es 100.000 Euro. Doch auch aus den Erfahrungen der Finanzmarktkrise heraus hat die EU den Einlagensicherungsschutz verbessert und schreibt nun EU-weit eine Mindestsicherung von 100.000 Euro vor (Richtlinie 2009/14/EG). Daher gelten nun seit Januar 2011 in Großbritannien 85.000 Pfund als Grenze der Mindestabsicherung. Das entspricht zur Zeit ca. 98.000 Euro und unterschreitet daher die EU-Richtlinie leicht.

Moderne Tages- und Festgeldvergleichsrechner informieren Anleger auch über die jeweilige Einlagensicherung. Die Abwägung, ob höhere Prozente Abstriche bei der Einlagensicherung rechtfertigen, bleibt aber jedem selbst überlassen. In der EU jedenfalls ist bis 100.000 Euro alles im grünen Bereich.

 



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